Die Landschaft im Südharz ist durch Karsterscheinungen, weitläufige Buchenwälder, Streuobstbau, Landwirtschaft auf kleinsten Flächen, Altbergbau und historische Ortschaften geprägt. Die natürliche Grundausstattung und die landschaftlichen Zeugen des menschlichen Wirtschaftens ergeben eine Strukturvielfalt auf engstem Raum, die eine Vielfalt an verschiedenen Lebensräumen und zahlreiche spezifisch angepasste Arten mit sich bringt.

Viele dieser Lebensräume sind europaweit so bedeutend, dass sie geschützt sind. Für ihre Erhaltung werden Schutzgebiete, so genannte Fauna-Flora-Habitat-Gebiete, ausgewiesen. In ihrer Gesamtheit bilden diese das europäische Schutzgebietssystem NATURA 2000.

LRT 6210 mit blühenden Orchideen im VordergrundLRT 6510; eine blühende Flachlandmähwiese bei AgnesdorfLRT 8210; Imposante Kalkfelsen, die sogenannten Pferdeställe, bei MorungenLRT 9110; Hainsimsen-Buchenwald

Zahlreiche heute geschützte Lebensräume verdanken ihre Entstehung dem menschlichen Wirtschaften. Wird die Nutzung aufgegeben, weil sie z. B. unrentabel ist, gehen solche Lebensräume verloren.

Geschützte Lebensräume in Fauna-Flora-Habitat-Gebieten dürfen nicht verloren gehen. Die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Sachsen-Anhalt arbeiten eng zusammen, um diese besonderen Lebensräume zu erhalten. Sie unterstützen Ideen und Projekte, die den Erhalt der europaweit geschützten Lebensräume zum Ziel haben. So auch das Projekt „Nachhaltige Pflege und Entwicklung von FFH-Offenland-Lebensräumen im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz“. 

Signet Netzwerk NATURA 2000, Sachsen-Anhalt und Europäische Kommission